DAS FS3 WÜNSCHT …


xmas

Ein kleiner Junge lief durch die Straßen
und hielt eine Mark in der heißen Hand.
Es war schon spät und die Kaufleute maßen
mit Seitenblicken die Uhr an der Wand.

Er hatte es eilig, er hüpfte und summte:
„Ein halbes Brot und ein Viertelpfund Speck.“
Das klang wie ein Lied. Bis er plötzlich verstummte.
Er tat die Hand auf. Das Geld war weg.

Da blieb er stehen und stand im Dunkeln.
In den Ladenfenstern erlosch das Licht.
Es sieht zwar gut aus, wenn die Sterne funkeln.
Doch zum Suchen von Geld reicht das Funkeln nicht.

Als wolle er immer stehen bleiben,
stand er. Und war, wie noch nie, allein.
Die Rolläden klapperten über die Scheiben.
Und die Laternen nickten ein.

Er öffnete immer wieder die Hände
und drehte sie langsam hin und her.
Dann war die Hoffnung endlich zu Ende.
Er öffnete seine Fäuste nicht mehr…

Der Vater wollte zu essen haben.
Die Mutter hatte ein müdes Gesicht.
Sie saßen und warteten auf den Knaben.
Der stand im Hof. Sie wußten es nicht.

Der Mutter wurde allmählich bange.
Sie ging ihn suchen. Bis sie ihn fand.
Er lehnte still an der Teppichstange
und kehrte das kleine Gesicht zur Wand.

Sie fragte erschrocken, wo er denn bliebe.
Da brach er in lautes Weinen aus.
Sein Schmerz war größer als ihre Liebe.
Und beide traten traurig ins Haus.

Erich Kästner

Manchmal denkt das FS3 an Erich Kästner. Dabei entsteht ein Raum aus Traurigkeit, der wie ein Déjà-Vu an die heutigen Zeiten erinnert, wo eine sich immer unklarer manifestierende Armut von unseren Regimen als psychologisches Zuchtmittel propagiert wird.

Du hattest dein erarbeitetes Geld regelmäßig dem Staat zur Verwahrung gegeben, in der Meinung, dass die von dessen Handlangern errichteten Institutionen eines fernen Tages einmal für deine alltäglichen Bedürfnisse sorgen würden. Du hättest dies nicht unbedingt freiwillig getan, und so sorgen eben Gesetze dafür, dass du dich dementsprechend verhältst.

Du hältst dich für einen braven Bürger, der Gesetze befolgt.

Du hast Ver.antwortung für deine Vorsorge abgegeben, in der Meinung, dass es Menschen gäbe, die es „besser“ wüßten.

Du hast in Ver.sprechungen ver.traut.

Doch dann findest du dich inmitten dieses einst so fern geglaubten Tages plötzlich Flaschen sammelnd, um sie als Pfand einzutauschen, damit du dir eine warme Mahlzeit kaufen kannst. Diejenigen, die von Ver.sprechungen gut leben können, haben zwar nach den Buchstaben des Gesetzes gehandelt, doch dem Sinn nach alle diese Ver.sprechen gebrochen.

Wer erinnert sich an Charles Dickens, der von einem neunjährigen Buben in England berichtet, welcher dafür gehängt wird, nur weil er einen Laib Brot gestohlen hatte?

Es wird besser, zweifelsohne – auch wenn wir noch nicht dort angelangt sind, wo wir uns alle gerne wiederfinden würden.

Wenn das Bewußtsein des Herrn Jesus Christus in deinem Herzen noch nicht erwacht ist, wird es eben noch geschehen. Das ist das Geschenk, dessen wir uns dieser Tage erinnern dürfen. Das Geschenk eines erwachten, bewußten Geistes als Trost für all jene dunklen Stunden, in denen wir vor unserem eigenen Schatten fürchteten.

Herzen werden nur gebrochen um uns zu lehren, was Liebe ist. Ein ungebrochenes Herz kann in dieser Welt keine Liebe fassen. Wie lautet es in der Bibel?

„Und wer auf diesen Stein fällt, der wird zerschellen; auf wen aber er fällt, den wird er zermalmen.“

Habe also keine Angst auf „deinen“ Stein zu fallen, denn dabei „zerschellt“ nur dein Ego…

Wenn also dieser Herr Christ, oder irgendein anderer „Christus“, der ebenfalls Christus wäre – wie eine Rose mit vielen Bezeichnungen – in dir noch nicht erwacht ist, erwartet dich diese Erkenntnis des Herzens noch. Weil – dies alles geschah nur für dich! Und dieses Bewußtsein wird nicht eher rasten und ruhen, bis es auch in alle Teile deines Seins vollkommen eingedrungen ist und dir äußerst nachhaltig ver.ständlich gemacht hat, was ein Teil von dir immer schon gewußt hat.

Feiere deshalb dieses Weihnachtsfest mit all der Vorfreude auf das was dich noch erwarten wird. Jeder einzelne Tag bringt dich diesem Geschenk an dich näher und näher. Denn DAS ist der Geist, in dem wir dieses Fest begehen wollen. Es ist nicht nötig sich zu fürchten, denn deine in dir stetig wachsende Liebe multipliziert und spiegelt sich in allem wider, was dir begegnet. Auch Sehnsucht nach Liebe ist Liebe! – Sie wächst und wächst unaufhörlich – denn das ist es, was Liebe ausmacht.

Das FS3 wünscht all seinen Mit.Sehern und auch nur Vorbei.Sehern eine Frohe Weihnacht!

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WENN PLANETEN SINGEN …


shaman

Der hörbare Ton ist jene Frequenz, die du durch alle dir eigenen Bewußtseinszustände hindurch immer wahrnimmst. Dies ist auch der Grund, weshalb bei „Geisterreisen“ der Schamane trommelt oder singt, um den Kontakt mit deinem Sein zu halten.

Anbei der Sound aller Planeten unseres Sonnensystems, aufgenommen von diversen Raumsonden, im hörbaren, elektromagnetischen Wellenspektrum von 20 bis 22.000 Hz:

Danke, Mitseherin edwige für diese interessante Anregung.

Herzlichst,
euer FS3,
das andere Fern-Seh-Programm.
Denn Nach-Richten war gestern.

War on ‘error, Folge 9: “SuMerVenErMarJuSaUrNePlu”

ÜBER DIE KLUGHEIT …


mirror sans

Das Argument des Ungläubigen und des Logikers hat mich niemals beeindruckt, der mir sagt: „Zeige mir doch das Landgut oder das Reich oder Gott, denn ich sehe und berühre die Steine und Stoffe und glaube an die Steine und Stoffe, die ich berühren kann.“

Ich habe mir aber noch nie angemaßt, ihn durch die Offenbarung eines Geheimnisses belehren zu wollen, das dürftig genug wäre, um sich auf eine Formel bringen zu lassen. Genauso wenig kann ich ihn auf einen Berg hinauftragen, um für ihn die Wahrheit einer Landschaft zu entdecken, die er sich nicht selber erobert hat, oder ihn eine Musik genießen lassen, die er sich nicht selbst erst erarbeitet hat. Er wendet sich an mich, weil er mühelos belehrt werden möchte, so wie ein anderer die Frau sucht, die ihm die Liebe vor die Füße lege.

Wenn ich einen der Liebe öffnen will, werde ich das Fundament für die Liebe in ihm legen durch Übung im Gebet.

Der Irrtum rührt daher, dass sie gesehen haben, wie ein Liebender das Antlitz entdeckt, das ihn entflammt. Und so glauben sie an die Macht des Antlitzes. Oder sie sahen, dass einer, der sich ein Gedicht zu eigen gemacht hat, durch das Gedicht entflammt wurde, und so glauben sie an die Macht des Gedichts.

Ich aber wiederhole dir abermals: Wenn ich Gebirge sage, so bezeichne ich das Gebirge dir, der du dich an seinen Dornen gerissen hast, dich unversehens in seinen Abgründen fandest, deinen Schweiß auf seinen Steinen ließest, seine Blumen pflücktest und dich sodann auf seinen Graten von allen Winden umwehen ließest … Wenn ich zu einem fetten Krämer vom Gebirge spreche, so berühre ich nichts in seinem Herzen.

Ich habe die Beziehungen zwischen den Menschen mit wirklicher Aufmerksamkeit verfolgt und deutlich die Gefahren einer Klugheit wahrgenommen, die in dem Glauben lebt, dass die Sprache oder die Antworten in einem Wortwechsel etwas zu erfassen vermöchten. Denn das, was in mir ist, lässt sich keineswegs auf dem Weg der Sprache übermitteln. Es gibt kein Wort, um das auszusprechen, was in mir ist. Ich kann es nur in dem Maße bezeichnen, in dem du es schon auf anderen Wegen als durch das Wort verstehst, etwa durch das Wunder der Liebe…

Du kannst nicht die Frau lieben, du kannst nur durch die Frau hindurchlieben. Du kannst nicht das Gedicht, sondern nur durch das Gedicht hindurchlieben. Du kannst nur durch die Landschaft hindurchlieben, die du von der Bergeshöhe erspähst. Und die Zügellosigkeit entsteht aus der Angst, dass du dein Dasein verfehlen könntest. So wälzt sich der Schlaflose auf seinem Lager hin und her, weil er die kühlende Schulter des Bettes sucht. Aber kaum hat er sie gefunden, ist sie auch schon wieder lauwarm und verweigert sich. Und so sucht er anderswo nach einem Quell, der ihm ständige Kühlung spenden könnte. Der ist aber nicht zu finden, denn kaum rührt er daran, so ist der Vorrat schon vergeudet.

So ist es auch mit dem Mann oder der Frau, die nur das Leere in allen Wesen sehen, denn diese sind leer, wenn sie nicht als Fenster oder Luken zu Gott führen. Deshalb liebst du in der gewöhnlichen Liebe nur das, was vor dir flieht, denn sonst bist du schon gleich gesättigt und ekelst dich über dein Befriedigtsein.

Die wirkliche Frucht findet sich nur hinter den Dingen.

Es kann geschehen, dass eine Frau, die schöner, vollkommener, edelmütiger ist, dir Gott doch nur in weiterer Ferne zeigt. Denn es ist nichts in ihr, was du beruhigen, sammeln, vereinigen könntest. Und wenn sie dich bittet, du möchtest dich ihr allein widmen und dich in ihrer Liebe einschließen, will sie dich nur zu einer Selbstsucht zu zweien verleiten, die man fälschlich Licht der Liebe nennt, während es sich dabei nur um eine sinnlose Feuerbrunst und ein Plündern der Speicher handelt.

Ich habe meine Vorräte nicht angesammelt, um sie in einer Frau einzuschließen und daran Gefallen zu finden.

Mit all ihrer Untreue, ihrer Lüge, ihren Fehltritten lockte daher eine andere weit mehr aus mir heraus; sie drang tiefer zum Quell des Herzens vor. Sie zwang mich in der Stille zu leben, die ein Ausdruck der wahren Liebe ist, und ließ mich so die Ewigkeit kosten…

 

Antoine de Saint-Exupéry, „Die Stadt in der Wüste“

HILFE IST SCHON UNTERWEGS …


Heim bring ich das Licht der Sterne
In meinem bodenlosen Topf.
Aus aller schweigend Welten Ferne
Und kein Tiger hetzt in uns’rem Kopf.

Es ist der Staub aus dem ich bin
Der mich beim Gehen blendet.
Während du mich anfüllst bis dahin
Im Dunkeln meine Nacht beendet.

Niemand stellt sich mir entgegen.
Macht Platz, ich durchbreche meinen Schmerz!
Hindurch mein eigen Fall und Beben
Inmitten in dein pochend Herz.

Du könntest Welten voller Glanz besitzen
Die sich in Falten werfen und vergeh’n.
Meine Leidenschaft durchdringt die Ritzen
Und Hilfe ist schon unterwegs zu seh’n.

Die Hilfe ist bereits am Steg
Zum bess’ren Teil von meinem Saum.
Sie treibt das Sonnenlicht vor ihren Weg
Durch meinen alten Judasbaum.

Aus dem Kompost der Fehler
Entsprießt die Kraft zum Werden.
All diese Welten, Berge, Täler
Sie kühlen dich, auf heißen Herden.

Du bist wie das gebeugte Ende jener Stille
Aus meinem wahren Gleichemut.
Denn du bist zeitlos – schau!
Ich vergaß auf meine Uhr!
So wein doch nicht, das bin nur ich!

An meinem Herzen trockne deine Tränen
Das bin nur ich! Und –
Hilfe ist schon unterwegs.
Hilfe ist schon unterwegs.
Hilfe ist schon unterwegs.

Zum sterbend Golf von Mexiko
Hinein in Fukushimas Regen
Ich fühl bereits die Berge froh
Ich weiß, die Liebe, die wird ewig leben.

Was immer sich entgegenstellt um sie zu schwächen
Sie wird ihr’n Weg für immer geh’n.
Zu unseren Herzen und um allen Stolz zu brechen
Sie findet ihren Fels um zu besteh’n.

Ich bin nun hungrig nach der Heimat Odem
Die ich vor Lebzeiten verlassen hab.
Sieh, wie all die Flammen flackernd lodern
An meinem Feuer ich mich heute lab.

Ich blicke durch die ew’gen Zweige
Hinaus ins Dunkel dieser Nacht
Zu einem Ort aus Zukunfts Teige
Mein Gott, wie hell dort alles lacht.

Die Hilfe ist bereits am Steg
Zum bess’ren Teil von meinem Saum.
Sie treibt das Sonnenlicht vor ihren Weg
Durch meinen alten Judasbaum.

Aus dem Kompost der Fehler
Entsprießt die Kraft zum Werden.
All diese Welten, Berge, Täler
Sie kühlen mich, auf heißen Herden.

Du bist wie das gebeugte Ende jener Stille
Aus meinem wahren Gleichemut.
Denn du bist zeitlos – schau!
Ich vergaß auf meine Uhr!
So wein doch nicht, das bin nur ich!

An meinem Herzen trockne deine Tränen.
Das bin nur ich! Und –
Hilfe ist schon unterwegs.
Hilfe ist schon unterwegs.
Hilfe ist schon unterwegs.

Niemand stellt sich mir entgegen!
Macht Platz, ich breche alle Schranken!
Ich eile durch mein volles Leben
Zerreisse um dein Herz die Ranken.

Trunken war ich von dem Wein und Nebel.
Ich war stoned und fühlte mich gemieden.
Das alles liegt heut hinter meinem Segel.
Ich hab gefunden meinen Frieden.

Umwege waren nötig und viele Leben,
Es brauchte seine Zeit und immer wieder Zeit.
Darauf kann ich dir mein Wort nun geben
Ich bin vom nahen Horizont nicht weit.

Sie hatten Wetten auf mich abgeschlossen
Seit mehr als Tausenden von Jahren.
Doch Dornen haben niemals mich verdrossen
Das Meer kann meine Tränen nur bewahren.

Und jetzt – die Hilfe ist bereits am Steg
Zum bess’ren Teil von meinem Saum.
Sie treibt das Sonnenlicht vor ihren Weg
Durch meinen alten Judasbaum.

Aus dem Kompost der Fehler
Entsprießt die Kraft zum Werden.
All diese Welten, Berge, Täler
Sie kühlen uns, auf heißen Herden.

Du bist wie das gebeugte Ende jener Stille
Aus meinem wahren Gleichemut.
Denn du bist zeitlos – schau!
Ich vergaß auf meine Uhr!
So wein doch nicht, das bin nur ich!

An meinem Herzen trockne deine Tränen
Das bin nur ich! Und –
Hilfe ist schon unterwegs
Hilfe ist schon unterwegs
Hilfe ist schon unterwegs

Was war es, was ich da nur tat,
Als all die Zeiten sind vorbeigeflogen?
Versteckte mich im Unterholz und das ganz ohne Rat
Dabei vergaß ich ganz, wer hat da wen belogen?

Nun ist es uns’re höchste Zeit,
Während wir das Licht lebendig sehen.
Mach Asche aus der Dunkelheit!
Mein Gott, ich fühl mich so am Leben.

Wie seltsam ist doch diese Trunkenheit,
Dass ich dich kaum erwarten kann?
Während alles sich zur Zeit befreit
Sollt ich doch sein ein stoisch Mann.

Es führt kein Weg daran vorbei zu sehen,
Ich werde immer wieder kommen.
Selbst wenn Millionen Zeitalter vergeh’n
Die Angst, die ist im Tod zeronnen.

Ja, Hilfe ist bereits am Steg
Zum bess’ren Teil von meinem Saum.
Sie treibt das Sonnenlicht vor ihren Weg
Durch meinen alten Judasbaum.

Aus dem Kompost der Fehler
Entsprießt die Kraft zum Werden.
All diese Welten, Berge, Täler
Sie kühlen uns, auf heißen Herden.

Du bist wie das gebeugte Ende jener Stille
Aus meinem wahren Gleichemut.
Denn du bist zeitlos – schau!
Ich vergaß auf meine Uhr!
So wein doch nicht, das bin nur ich!

An meinem Herzen trockne deine Tränen
Das bin nur ich! Und –
Hilfe ist schon unterwegs.
Hilfe ist schon unterwegs.
Hilfe ist schon unterwegs.

FS3

Nach Les Visible „Help Is On The Way“, enjoy the fascinating voice of The Heretic :

DER FERNSEHER IST TOT – ES LEBE DAS FS3!


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„In Zeiten universeller Täuschung
ist das Aussprechen von Wahrheit ein revolutionärer Akt.“
(George Orwell)

An jenem Nachmittag des 11. Septembers 2001 saßen wir vor den flimmernden Symbolen unserer Konsumgesellschaft und starrten fasziniert auf „Live“-Bilder von Flugzeugen, die angeblich in das Symbol der alten Weltordnung geflogen waren. Die beiden Säulen einer Jahrtausende alten Bankokratie stürzten durch kontrollierte Sprengungen ein und hinterließen in uns ein seltsames Gefühl der Leere. Wir alle spürten die Erschütterung dieser Welle, die um den ganzen Erdball raste und ein neues Zeitalter ankündigen sollte. Das war ein Weckruf und auch die Geburtsstunde des FS3, sowie vieler, weiterer Lichtkrieger.

Sie erinnerten sich ihrer längst vergessenen Vorsätze, weshalb sie auf diese Welt gekommen waren. Sie kämpften nicht mehr mit Schwert und Lanze, sondern brachten ihre Tastatur in Anschlag, um all jene mit Worten und nie gehörten Geschichten aufzuwecken, die noch schliefen. Viele von uns ließen ihr altes Leben sterben, um in neuen Rollen wiedergeboren zu werden.

Die Eliten, die lange genug die Vorgänge auf unserem Planeten lenken durften, lächelten zuerst milde über die – wie sie vorerst annahmen – Neuauflage einer Art postpubertären Hippie-Bewegung. Doch sollte mit der Zeit nicht nur ihnen klar werden, dass die Aera der verordneten Konsumkultur mit ihrem Höhepunkt in den 80ern vorbei sein sollte.

Wir waren die Vordenker und Vorkämpfer einer neuen Zeit. Wir kamen aus allen Bevölkerungs- und Bildungsschichten und wachten auf verschiedenen Kontinenten oder in unterschiedlichen Systemen auf. Was uns vereinte, war das einst gegebene Versprechen für einander und die restliche Menschheit einzustehen, ganz ohne jegliche, pyramidale Führung von oben herab.

Und – siehe da – es funktionierte.

Die ersten Risse begannen sich im Meinungsverbund der Fake-News abzuzeichen, der „Einheizphresse“, wie es das FS3 gerne formuliert. Meinung und Information haben aufgehört, kontrollierbare Monopole zu sein. Das Internet war anfangs ein wesentliches Hilfsmittel, wurde jedoch bald nicht mehr nötig, da wir gelernt hatten uns anderwärtig auszutauschen. Wir erschufen gemeinsam Felder, die uns führten und erkannten gemeinsame Ideale, ohne miteinander reden zu müssen. Wie ein Netz halfen sie, unser Vertrauen in unsere – ganz individuellen – Fähigkeiten wiederzufinden und sie endlich lieben, leben und erleben zu können.

Mit dem letzten Vollmond wurde ein Jahrtausende altes Buch versiegelt, und wir dürfen uns glücklich schätzen, endlich jenes lang ersehnte, weisse Blatt Papier vor uns liegen zu haben, das wir nach unserem Gutdünken neu beschreiben können.

Wählen wir deshalb unsere Worte weise und scheuen uns nicht, all das auszusprechen, was vorher noch nie jemand gekannt oder gehört hat. Wir sind jetzt, wie jene mutigen Frauen und Männer, die einst mit Schiffen über das Meer aufbrachen um unbekanntes Land zu entdecken. Wir erkennen plötzlich, wie sich das gegebene Versprechen des Neuen vor uns als dünnes Band über dem Horizont aus der Morgendämmerung herausschält und mit jeder vergehenden Stunde mehr und mehr unser Blickfeld ausfüllt.

Seine Vielfalt und Farbenpracht läßt die Erinnerung an jene Menschen verblassen, die zurückblieben, um weiterhin ihr langweiliges Monopoly von äußerer Macht und Kontrolle zu spielen, um das alte System krampfhaft aufrecht zu erhalten. Ihre Schiffe liegen bereit – und schaukeln dennoch ungenutzt an ihren Liegeplätzen im alten Land.

Wir hingegen betreten und erforschen bereits heute ein neues Land, welches Zukunft heißt.

Herzlichst,
euer FS3,
das andere Fern-Seh-Programm.
Denn Nach-Richten war gestern.

War on ‘error, Folge 2017: “Angekommen?”

ZUM WELTFRAUENTAG …


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Heute ist Weltfrauentag. Als kleines Geschenk an alle Frauen und Männer ein Auszug aus dem FS3 Buch in Arbeit „Spiegelspiele“:

…Ich habe jede Menge Artikeln gelesen – immer nur von Frauen für Frauen geschrieben – wo gefragt wird, was Frauen eigentlich in ihrem Leben erwarten. Es sind durchwegs wunderschöne Beiträge, in denen Männer aufgefordert werden, doch endlich Krieger zu sein, mehr Präsenz zu leben, oder Tapferkeit zu zeigen. Ich frage mich, wieso ich denn nicht mehr Artikel von Männern lesen kann, wo sie davon schreiben, wie sie sich ihre Frauen vorstellen?

Hast du je so einen Beitrag in der Motorsport Revue oder im Elefantenjagdjournal gelesen? Wir erwachen gerade aus einem Albtraum von tausenden von Jahren, in denen Männer Frauen und die archetypische Weiblichkeit unterdrückt haben. Eines der Nebenprodukte dieser alten Entzweiung ist es, dass wir einfach vergessen haben kraftvoll nachzufragen, was wir wirklich wollen.

Liebe Frauen, wir wollen weniger – das jedoch öfter! Unser Nervensystem kann nicht mehr verarbeiten, so wie ihr mit diesem Mehr umgehen könnt. Deshalb fühlt bitte zuerst, was wir wirklich brauchen, bevor ihr uns Männer mit etwas beschenkt, von dem ihr glaubt, das wir es unbedingt bekommen müßten.

Es ist ganz einfach! Wir lieben die Weite, wir mögen grenzenlose Skalen. Speziell im Bett, wollen wir sowohl eine göttliche Mutter, sowie die verspielte Schlampe. Findet euren eigenen Weg, dies im Spiel mit uns zu teilen. Wir werden dann nie an andere Frauen denken.

Nun ja, fast nie.

Jerry Hall blies Mick Jagger angeblich jeden Morgen einen, und wie man sieht – scheint es gewirkt zu haben. Eine Zeitlang, zumindest.

Versucht bitte nicht die Methoden, mit denen ihr im Geschäftsleben Erfolg habt, in eure Beziehung anzuwenden! Das geht sicher in die Hose. Männer wollen mehr Verletzlichkeit, mehr von eurer Angst und mehr, um für euch der Held sein zu können, den ihr euch so sehr wünscht. Wir wollen nicht von euch wissen, welches Buch gelesen werden muss, oder welches Seminar wir besuchen sollten. Wir wollen durch euch erleben, wie sehr es schmerzt, wenn wir einmal nicht für euch da sind.

Der Trick ist, dabei mit eurem Herzen verbunden zu sein. Zeigt es, wie sehr ihr euch nach Liebe sehnt, unsere Liebe braucht.

Findet jeden Tag etwas an uns, auf das ihr stolz sein könnt und – bitte – ergebt euch uns gegenüber. Dazu gehört sehr viel Mut, den wir gerne achten und respektieren.

Lasst uns das Universum durch euren Körper fühlen.

Bitte, seid langsamer. Sprecht langsamer und bewegt euch langsamer. Sei dir dessen klar: selbst wenn du nur einen Tee zubereitest, mache es ganz bewußt. Die Art wie du dich dabei bewegst, kann unseren ganzen Tag beeinflussen. Es heißt eben nicht „Something in the way she thinks“, sondern „Something in the way she moves…“.

Schenkt uns auch die gleiche Aufmerksamkeit, wenn wir euch gefallen, so wie ihr es uns jedes Mal spüren läßt, falls wir wieder einmal in die Scheisse gegriffen haben. Trainiert uns, wie wir euch führen dürfen und zeigt es uns auch, wenn ihr mit uns zufrieden seid.

Ähnlich wie Hunde sind wir Männer einfach. Wenn ihr etwas gefunden habt, was funktioniert, benützt es einfach immer wieder…

Herzlichst,
euer FS3,
das andere Fern-Seh-Programm.
Denn Nach-Richten war gestern.

War on ‘error, Folge 77: “LOVE EVOLve”