IM ANUS DES MEDIALEN STANDARDS…


mooning sans un

Das andere Fern-Sehprogramm FS3 hört viel und sieht so manches. Oft weiß es nicht, was es von all dem glauben soll. Es taucht deshalb oft in diverse Löcher hinunter und versucht in deren Dunkelheit ein Lichtlein zu finden.

Falls es dort keines gibt – wie in unseren modernen Zeiten oft üblich – zündet es mit einem kleinen Seufzer sein eigenes an.

So gesehen auch letztlich in dieser Grube Namens “Hollywood”, wo oben oft zu unten und rinks zu lechts verdreht wird. Wie es für derartige Löcher dank ihrer finanzpolitischen Gravitationswirkung üblich ist, gebieren sie eine geradezu unwiderstehliche Anziehungskraft für andere Löcher, deren vordringlichstes Lebensziel zu sein scheint, ähnliche Löcher unserer Gesellschaft cineastisch zu verherrlichen und ihren braunen Dung mit glänzenden Gefäßen zu umhüllen. Etwa ein Scorsleezy, der mittels grandioser Inszenierungen mithilft, unverbesserliche Arschlöcher zu glorifizieren und so ihre wahre Natur verschleiert. Das weist beinahe schon klerikale Züge auf, wenn nicht unverkennbar, ponerologische Tendenzen.

Es scheint ja fast schon zum hollywoodiallanischen Standard geworden zu sein, Serienkiller wie einen ‚Dexter‘ oder ‚Lecter‘ zu romantisieren, Betrügern und politkorrumpistischen Emporkömmlemmingen á la ‚House of Lies‘ und ‚House of Cards‘ die Stange zu halten oder auch – um beim Thema zu bleiben – dem Genre des horizontalen Hula Hopps eine breitgewälzte Plattform zu bieten. Inklusive einer leicht vorhersehbaren Dosis von standesgemäßer Gewalt.

Eine standesgemäße Standardisierung von gewünschtem Geschmack, um die eigenen Verfehlungen zu relativieren und aus entsprechend aufbereiteter Gülle neue Nahrung und Treibstoff für die angestrebte Fahrtroute zu produzieren: dem New Normal.

Nicht zu vergessen der übliche Zuschlag an Nach-und Vorspeisen aller Arten fabrizierten Errorismuses (Jedem sein eigene‘ Selbstmo’dbombe‘, oder Achtung!- Ebolaschnupfen von rinks), um die Öffentlichkeit von der offensichtlichen Tatsache abzulenken, dass die größten Terroristen dieses Planeten in ihren marmornen Tintenburgen in London, Riad, Washington, Brüssel, Jerusalem usw. hocken, wiewohl diese Aufzählung nicht vollständig und keineswegs repräsentativ zu verstehen ist. Immer schön fein subventioniert und an der Leine gehalten von den Besitzern der privaten Zentralbanken, die für die jeweiligen dissonanten Töne der regimimösen Panikorchester den notwendige Fahrtkosten-und Spesenersatz -inklusive Trinkgeld, Luftballone und bunter Fähnchen- bereitstellen.

Es ist auch immer unterhaltsam zu sehen, wie schnell und problemlos die jeweilige Unterhaltungsexekutive – etwa in der Art von Jack Bauer sucht Frau bei den Keystone Cops – immer ganz mühelos – meist binnen der standardisierten 20 Minuten – die plakatierten Bösewichte zeitgerecht einfängt und ihrer gerechten Strafe zuführt. Je nach Geschmack und gerade vorherrschender Windrichtung wird der bewusste Emmanuel Goldstein de jour immer seinem vorhersehbaren Schicksal gerecht. Orwell hätte sich selbst applaudiert, oder eher schallend gelacht.

All diese Shitcoms werden stündlich frisch duftend durch die üblichen Laufburschen und Kellner dieses Tragödienstadels, den Lamestreammedien, als standardisierter Einheizbrei frei deiner Wohnhöhle geliefert.

Es kommt ja nicht von ungefähr, dass im Wort “banal“ die B-Seite des ehschowissen-Lochbegriffs inkludiert ist.

Es gehört zu den Gesetzen unserer Natur, dass wenn du dich dafür entscheidest nicht mit diesem Sud zu schwimmen, deine Erscheinung auch eine gewisse Opposition anlockt, wie Fliegen das Licht suchen. Das sollte dich aber nicht beunruhigen. Ganz im Gegenteil – du kannst von diesem gülligen Widerstand des B-Analen durchaus profitieren! Lerne deine Mechanismen perfekt zu beherrschen und deinen Stil zu verfeinern, worauf deine Widersacher sowieso ganz von alleine aufgeben, oder gegenüber dem Publikum als jene intellektuelle Troglodyten bloßgestellt werden, die sie ja sowieso schon immer darstellen wollten. Nur so können dann viele andere deren Höhlen auch als solche wahrnehmen. Wenn dein Gegenwind jedoch nicht nur profan und vorhersehbar ist, sondern ehrlich gemeinte Opposition, kannst du dich noch glücklicher schätzen, da du durch solche Widersacher wissensmäßig noch mehr profitieren wirst. – Wenn du nur auf deine innere Stimme hörst und so deinen Weg konsequent verfolgst, befindest du dich unweigerlich in einer Win-Win-Situation!

Und wenn so ein standardmäßiger Höhlenbewohner das von dir entzündete Lichtlein wieder einmal ausblasen will – wird letztendlich nur er selbst im Finsteren hocken bleiben.

Denn du ziehst mit deinem Feuer einfach weiter…

Ein wunderschönes, gesundes Neues Jahr wünscht euch

euer FS3,
das andere Fern-Seh-Programm.
Denn Nach-Richten war gestern

War on ‚error, Folge 2015: „AchtUng, LandUng!“

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3 Gedanken zu “IM ANUS DES MEDIALEN STANDARDS…

  1. schön, dass die gewichtung der freiheitsstrafen richtig von den diversen staatsschutzapparaten eingerichtet wurden:

    http://derstandard.at/permalink/p/1006650727

    man beachte, dass der poster richtigerweise mord gar nicht erst erwähnt, denn der bleibt offenbar in letzter zeit sowieso weitgehend straffrei…

    hauptsache die „wunderschönen gedanken“ der hollywoodschen hirn-stürmer sind gut geschützt.

    (auf besonderen wunsch hier deponiert. ;-))

    Gefällt 1 Person

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