DAS BAUERNOPFER NEMZOW …


B.Nemzow

Das Attentat auf Boris Nemzow wirft viele Fragen auf. Wieso wurde ein relativ unbedeutender Oppositionspolitiker derart medienwirksamst vor der malerischen Kulisse des Kremel ermordet? Alleine, um Putin weiter anpatzen zu können? Nicht einmal die Opposition in Moskau war so dumm, das zu glauben! – Auf jeden Fall können ihm zur lustigen Übergangszeit in den 90ern keine Fragen mehr gestellt werden, wo Nemzow von Jelzin zusammen mit Anatoli Tschubais zum Ersten Vize-Ministerpräsidenten der Russischen Föderation ernannt worden war. Er war mitbeteiligt am galoppierenden Ausverkauf Russlands, verschenkte Land an China, ließ zu dass Japan Russlands Fischgründe leergrasen konnte, garantierte mit dem Pipelinebau durch Tschetschenien Einnahmen für die dortigen Extremen und rotierte in Gefälligkeitskapriolen zwischen Beresowski, Khodorkowsky and Herrn Soros. Er war aber ein lieber Kerl und sah gut aus. Jeder kann HIER im Einzelnen nachlesen, wer mit wie viel, wo involviert war…

Der Tschetschenien-Pate Boris Beresowski verstarb im März 2013 – ein weiterer Fall von „Selbstmord“, ähnlich mysteriös wie das Hinscheiden von MENATEP Rechtsanwalt Stephen Curtis, der 2004 bei einem Hubschrauberabsturz in der Nähe Londons ums Leben kam. Beresowskis Kriegsname lautete nach seinem Exodus gen London ausgerechnet Platon E-Lenin. War Lenin nicht derjenige, der den Zaren stürzte – und wird Putin nicht immer gerne als „Zar“ bezeichnet? Und wenn Khodorkowsky der zweite „Plato“ war, sollte auch klar sein, wer genau „Aristoteles“ ist. Der mit den rothen Brieftauben, für den Khodorkowsky den Strohmann spielen mußte…

Interessant auch die Verbindungen zum Yukos-Fall: Wie DEBKA damals berichtet, war der später mittels Polonium ermordete Litwinenko Mehrfachagent gewesen, wie er auch dem ehemaligen Yukos Geschäftsführer Leonid Newslin diverse Dokumente überbrachte, nachdem dieser vor der russischen Justiz nach Isreal geflohen war. Litwinenko hatte kurz vor seiner Vergiftung auch Beresowskis Söldner-Rekrutierungsfirma „Erinys“ in London besucht. Die ERYNNEN sind Rachegöttinnen. Für was wollte sich Beresovski beim „Zaren“ wohl rächen? Im selben Haus befand sich auch der Sitz der Söldner-Wirtschaftsauskunftei „Titon“, die mit A.Chalabi dick im Irak-Geschäft mitmischten – mit ca. 15.000 schwerbewaffneten „Angestellten“ vor Ort. Litwinenko hatte BEIDE FIRMEN vor seinem Hinscheiden besucht.

B&BBoris und Boris in besseren Zeiten

Doch zurück zu den aktuellen Ereignissen:

Kaum eine Woche nach dem Mord an Nemzow geschah etwas Sonderbares: Tschetschenenführer Ramsan Kadyrow wird von Putin mit dem hohen „Orden der Ehre“ ausgezeichnet. Zeitgleich mit ihm wird ausgerechnet Andrej Lugowoi – der von westlichen Medien fortwährend als Sündenbock bei der Ermordung des (mindestens) Dreifachagenten (Isreal, GB, Russland) Alexander Litwinenko im November 2006 vorgeschoben wird – mit dem Orden „Dienste am Vaterland“ geehrt. Dabei hatte Kadyrow noch knapp vorher einen aus seiner Heimat stammenden Verdächtigen im Mord an Nemzow als „tief religiösen Mann“ gelobt. Einen weiteren, mutmaßlichen Mittäter, der sich offenbar in Tschetschenien vor seiner Festnahme selbst in die Luft gesprengt hatte, hatte Kadyrow als „mutigen Krieger“ bezeichnet. So wird es uns jedenfalls berichtet.

Josef Kirchengast schreibt im österreichischen Standard von einer „Realsatire“, wiewohl die einzig korrekte Formulierung in der Anhäufung von Verschwörungshypothesen seine Vermutung darstellt, dass dieses „Drehbuch eigentlich nur aus einer Literaturwerkstatt namens Geheimdienst stammen kann“. Richtig, Herr Kirchengast – nur welcher „Geheimdienst“?

Aber auch DieZeit scheint in dieser Mantel- und Degen Scharade im Dunkeln zu tappen und versteht die Welt nicht mehr. -Kein Wunder! Wenn die verordnete Weltsicht derartig einseitig über Jahrzehnte hinweg vorgegeben wurde, kann es schon vorkommen, dass selbst DieZeit die Zeiten nicht mehr verstehen – und noch weniger korrekt deuten – kann…

Aus Wikileaks erfahren wir ein weiteres Puzzlestück: Im Telegramm „MOSCOW 000304“ werden Einzelheiten über ein Treffen des Direktors der Russlandabteilung vom US National Security Council (NSC) Michael McFaul mit russischen Menschenrechtsaktivisten (sic!) am 14.Jänner 2010 berichtet. Dabei sind illustre Figuren, wie der Herausgeber der Internetsite und NGO „Kaukasischer Knoten“ Grigori Schwedow, der die Amerikaner um „verstärkte Zusammenarbeit mit NGOs ersucht“, abgesehen von der sowieso fließenden, finanziellen Unterstützung. Oder ein Lew Ponomarjow, Vorsitzender der Bewegung „Für Menschenrechte“ und natürlich Ljudmila Alexejewa, welche der US dringend dazu raten, doch „die tschetschenische Führung unter Kadyrow zu isolieren und direkte Beziehungen mit anderen nordkaukasischen Republiken aufzunehmen“, etwa Inguschetien.

Und es war nun justament genau jener „Kaukasische Knoten“, der die Namen der beiden Verdächtigen Dadaew und Gubaschew – und ihre Beziehung zum tschetschenischen Innenministerium – und somit Russland – am 7.3. publik machte. Der Tipp in diese Richtung wiederum kam von niemand geringerem, als dem amtierenden Chef des Sicherheitsrats der Kaukasus-Republik Inguschetien, Albert Barachojew. Laut Barachojew war Dadaew stellvertretender Kommandeur des Spezialkommandos „Nord“ der Republik Tschetschenien. Grigori Schwedow bemühte sich soglich auch die entsprechenden Schlußfolgerungen mitzuliefern: „Da die Tschetschenen-Connection nun feststehe, ergäbe es keinen Sinn irgendwelchen Theorien von angeblichen ausländischen Drahtziehern weiter nachzugehen. Die Sache sei ausschließlich eine interne, russische Angelegenheit“.

Praktisch, nicht wahr? – Und es gab Tage vorher schon einen Versuch der Richtungsvorgabe gegen Kadyrow über das „Kavkaz-Center“, eine Website die von einem angeblich „radikalen Islamisten“, Mowladi Udugow geleitet wird!

Vier Tage vor Barachojews „Enthüllung“ wurde ausgerechnet über das ukrainische(!) censor.net – unter Berufung auf das Kavkaz-Center – ein Meldung lanciert, wonach der Cousin von Kadyrow, Adam Delimkhanow, der Mörder Nemzows sei! Was hier noch etwas unausgegoren – und in der üblichen Inkompetenz aus dem Umfeld der Kiewer Verdrehungsjunta wohl in einem Akt vorauseilendem Gehorsams fast verbockt wurde, liefert uns eigentlich das Motiv zur Ermordung Nemzows, nämlich Ramsan Kadyrow und Putin zu entzweien! Und all diese vorzeitigen Informationsergüsse kamen aus dem Einflußbereich westlicher Nachricht-Dienste!

Jedem, der über mindestens zwei funktionierende Gehirnzellen verfügt, sollte demnach nun klar sein was Putin mit der Ordensverleihung an Kadyrow bezweckte:

Er demonstriert mit diesem symbolischen Akt Geschlossenheit mit seinem engen Verbündeten und zeigt den Drahtziehern in dieser Scharade, dass ihr Ziel den „weichen Bauch“ von Russlands Süden anzugreifen und einen Keil zwischen ihn und Kadyrow zu treiben durchschaut und vereitelt wurde.

Putin und KadyrowPutin und Kadyrow

Nun könnte es durchaus sein, dass Russland bei der versuchten Unterwanderung des tschetschenischen Geheimdienstes eine Zeitlang „mitspielte“ und das Attentat an Nemzow gewähren ließ. Kadyrow hat mit seiner Politik, in Tschetschenien noch „islamischer“ zu agieren, als die extremen Wahabiten, mächtig viel Wind aus den Segeln jener genommen, die – nach bekanntem Muster – versucht hatten dort eine „islamische“ Revolution vom Zaun zu brechen und das Land zu destabilisieren. Nur so kann er in der dortigen Gesellschaft den fragilen Ruhezustand aufrecht halten und nur so ist Russland nicht gezwungen, militärisch zu intervenieren.

Ist es also tatsächlich „Kremel-Propaganda“, die einen Grigori Schwedow, Lew Ponomarjow oder Boris Nemzow veranlassten, regelmäßig in die Moskauer US-Botschaft zu laufen und dort wiederholt zu besprechen, wie denn Russlands Regime endlich destabilisiert werden könnte? Das letzte Mal vor knapp einem Monat:

Zumindest ergänzt diese Aufstellung an (gesicherten) Informationen die meisten semantischen Hakenschläge und bewußten Auslassungen der desperaten west-MSM (Lamestreammedien) um die offizielle Version aus Moskau. Wir alle kennen den tschetschenischen „Ehren“-Kodex und seine für den Westen seltsamen Anwandlungen von Blutrache und Fememord. Diese „Konzepte“ sollten gefälligst in Tschetschenien verbleiben, wenn überhaupt. Jeder wollte aus Nemzows Tod Kapital schlagen, das ist klar. Nur hatte das Moskauer Regime mit der Bekanntgabe von russischtreuen Tschetschenen als Drahtzieher und Exekutoren von Nemzow weitaus mehr zu verlieren, als „der Westen“, dessen Geheimdienste in dieser Causa ebenfalls einige Kulissen heftig hin- und her bewegt hatten. Trotzdem scheute sich Putin nicht die für ihn unbequemste Version publik zu machen, ohne die offensichtliche, westliche Connection all zu sehr zu strapazieren. Und genau aus diesem Grunde glaubt das FS3 die Moskauer Version der Ereignisse…

Herzlichst,
euer FS3,
das andere Fern-Seh-Programm.
Denn Nach-Richten war gestern.
War on ‚error, Folge Po210: „Error is Terror without Tea…“

Immer aktuell! – Ausgewählte
FS3 Meldungen aus aller Welt auf
8UNG!

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Ein Gedanke zu “DAS BAUERNOPFER NEMZOW …

  1. Eine ausgezeichnete und hochinteressante Analyse der Hintergründe um Nemzows Tod und der nachfolgenden Bekanntgabe von Tatverdächtigen aus dem Kaukasus seitens russischer Justizbehörden.
    Es erscheint als offensichtlich, dass mit Putin im Kreml ein Mann am diplomatischen Klavier sitzt, der es versteht, seinen zahlreichen Widersachern jede erforderliche Partitur rauf und runter zu spielen.

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