REFLEKTIONEN IN DER PETRISCHALE…


Die Spiegel rauchen. Sie rauchen bereits so sehr, dass wir kaum noch etwas erkennen können. Viele Mitmenschen kapieren diese Welt nicht mehr. Ihre eingeteilte und vorprogrammierte ‚Erholung‘ – oder zumindest das, was sie einmal dafür gehalten haben – von ihrer ungeliebten Geldbesorgungsbeschäftigung wird auch immer langweiliger.

Das, was sie aus den Informationsbesorgungsmedien erfahren können, widerspricht immer mehr jenem Gefühl, das sich ihres Inneren beschleicht, wenn sie die ‚Analysen‘ der immer gleichen Öggsperten über sich ergehen lassen. Das stimmt doch nicht mit dem überein, was tatsächlich zu erkennen ist!

Die vorgekauten Erklärungen und Beschwichtigungsversuche werden immer unglaubwürdiger und passen nicht mehr zu den eingelernten Stehsätzen von Menschlichkeit, Mitgefühl und Anteilnahme. Das soll ja jetzt alles auf Knopfdruck funktionieren.

Eins-zwei-hopp, sei menschlich!

Der Vortänzer hüpft seine obskuren Muster auf dem Pentagramm unserer Wahrnehmung und aus Blau wird das neue Rot. Zumindest versucht er uns das vorzutanzen.

Er glaubt er kann das. Er hat das schließlich auf unzähligen Wald-Dorf Schulen gelernt. Er sieht noch ganz passabel aus. Sein Bild hinter dem Vorhang bekommt kaum jemand zu Gesicht – höchstens, vielleicht Dorian Gray. Wenn ihn seine Chefin in einen Anzug steckt und er entsprechend geschminkt ist, erkennt kaum jemand, dass Veit, der Tänzer, eigentlich Sascha, der Trottel ist. Er tanzt ja so schön. Sei es im Nach-Richt Studio, oder in den Tintenburgen vorgeblicher ‚Macht‘.

Sascha ist vielseitig. Einzigartig jedoch ist, dass seine vielen Seiten bloß Staffage sind, aufgemalte potjemkinsche Kulissen. Sascha, der Veitsaffe kann auch Kunst tanzen.

Sascha ist auch Wisseng’schaftler. Wenn er brav Mathe gepaukt hat und seinen Professoren genug lange in ihren Wurzelchakren gedient hat, darf er aufsteigen.

Ein bißchen.

Ab und zu rastet Sascha aus. Er begehrt auf in seinem Laufstall, dessen Gitter er nicht erkennen kann, und er benimmt sich nicht entsprechend der vorgedruckten Musterverträge! Dann wird ihm mit einem Lineal das letzte Restchen Hirn aus seinem Schwanz gepult. Wenn Sascha eine Frau ist, fällt das Ganze nicht so auf, denn dann steht Sascha unter eigennützigen, zeitweiligen Naturschutz jener, die diesen ganzen Kali Yuga Scheiß der letzten Jahrtausende auf uns losgelassen haben. Außerdem haben Frauen keinen Schwanz – und die ponerologischen Lenker des knallroten Autobusses machen die eben anders kaputt. Ja, das geht, und die Schaffner profitieren auch noch davon.

Sei brav und liefere gefälligst das, was von dir verlangt wird! Manche glauben ja sogar noch, dass es ihre eigene Entscheidung war, und so nähren sie weiter ein ponerologisches System mit System. In Zeiten materieller Dunkelheit wird die mögliche Klarheit von Vielen leider nur als chaotisches Rattennest wahrgenommen.

Der heutige Saturn frißt nicht nur seine Kinder – nein – er verzehrt auch sich selbst. Je mehr und brutaler die Lenker versuchen Kontrolle auszuüben, desto mehr entgleitet sie ihnen. Das ist ein Naturgesetz, und die Lords dieses Systems scheinen ihre ehemaligen Maxime genau so vergessen zu haben, wie es uns aberlernt wurde, wie es sich anfühlt als Mensch zu leben.

So gesehen, ist die gefühlte Verwirrung ganz normal und führt zur Heilung des Gesamten. Metaphysischer Schnupfen benötigt oft den Hammer des Thor. Jeder Tod ist eine Heilung, die bloß ein anderer Ausdruck für ‚Gleichgewicht‘ ist. Du hast die Wahl. Diese bezieht sich zwar immer nur auf dich selbst, beeinflußt jedoch das gesamte Universum …

Herzlichst,
euer FS3,
das andere Fern-Seh-Programm.
Denn Nach-Richten war gestern

War on ‘error, Folge 1234567: „Gib 8“

7 Gedanken zu “REFLEKTIONEN IN DER PETRISCHALE…

  1. wie die faust aufs auge passt dazu dieses fundstück:

    eine standard-frau versucht sich in verteidung von angewandter verordneter schizophrenie:

    „Rawls argumentiert hier bewusst für eine konzeptionelle Trennung von privater personaler und politisch-öffentlicher Identität.

    Als Bürgerinnen und Bürgern ist es politischen Amtsträgern selbstredend freigestellt, im Rahmen des demokratischen Verfassungsbogens unterschiedliche religiöse und weltanschauliche Werthaltungen zu kultivieren.

    Als politisch-öffentliche Vertreter der Demokratie sind sie Einschränkungen unterworfen.

    Das Modell des „übergreifenden Konsenses“ verlangt von ihnen, besonders genau zu prüfen, ob ihre jeweiligen politischen Meinungen, Projekte und Argumente auf normativen Voraussetzungen beruhen, die aus der weltanschaulichen Hintergrundkonzeption anderer überhaupt zustimmungsfähig sein können.

    Konkret bedeutet dies: Politiker, für die persönliche Bindungen, Haltungen und Werte konstitutiv sind, die in Spannung mit demokratischen Grundprinzipien stehen oder mit diesen schlichtweg unvereinbar sind, haben ein Problem.

    Sie müssen glaubhaft machen können, dass sie als öffentliche Person durchaus von solchen privat gelebten Werthaltungen abstrahieren können.

    Doch diese Glaubwürdigkeit ist wohl nur dann gegeben, wenn die privat-personale Identität nicht in krassem Widerspruch zu einer demokratisch bestimmten öffentlich-politischen Identität steht.“

    poster Chvojsik Roman bringt es auf den punkt, finde ich:

    https://derstandard.at/permalink/p/1028984871

    Alle sollten sich darauf
    besinnen, auf Dialog.

    Speziell aber auch Internet-Konzerne und Politiker welche Hatespeech immer enger definieren wollen, bis hin „sobald sich jemand beleidigt (offended) fühlt und sogar „Fakten zu nennen“ strafbar machen wollen um gewisse Themen wie Zuwanderung aus dem Öffentlichen Diskurs nehmen zu können…

    und alexandra hat hier das da ausgegraben:

    https://alexandrabader.wordpress.com/2018/10/21/gusenbauer-lansky-und-das-lobbying-schema/#more-23362
    gusenbauer sieht sich im rückspiegel… http://www.fleischmagazin.at/index.php/fleisch-36-its-my-life

    Wie sehr kann man als Politiker überhaupt frei entscheiden?

    Meiner Erfahrung nach sind in der Funktion als Kanzler die Entscheidungsspielräume außerordentlich begrenzt. Es gibt die Fachminister, die haben ihre Kompetenzen, im Ministerrat wiederum gibt es ebenfalls keine Mehrheitsentscheidungen, es herrscht de facto Einstimmigkeitsprinzip. Wenn man da etwas verändern will, dann ist man in einer blöden Position. Die größte Entscheidungsfreiheit hast du auf europäischer Ebene. Im Europäischen Rat hat man als Regierungschef nicht permanent einen Koalitionspartner neben sich. Dort entscheidet und gestaltet man völlig frei.

    Bei welcher europäischen Entscheidung war das bei Ihnen der Fall?

    Der Lissabonner Vertrag zum Beispiel, das war eine sehr komplexe Angelegenheit und eine Serie von sehr langwierigen Verhandlungen, die immer kurz vor dem Kippen waren. Da konnte ich mich zum Beispiel, wie ich finde, zum Wohle Europas einbringen. Oder aber auch bei Details der Geschichte, in der Finanzkrise zum Beispiel. Ich erinnere mich gut an ein Krisentreffen der Eurogruppe am 13. Juli 2008, bei dem es um ein Abkommen der EZB mit der FED (Federal Reserve Bank, die US-Notenbank, Anm.) ging, um die Liquidität in Dollar aufrechtzuerhalten. Ich habe damals EZB-Präsident Jean-Claude Trichet davon überzeugt, dass es auch um die Liquidität in Schweizer Franken geht. Das waren Verhandlungen, bei denen es um das Eingemachte ging, da konnte man nicht viel vorbereiten, weil überall Chaos war. Da war man als Kanzler gefordert und musste nicht nur seinen eigenen Case gut vorbereiten, sondern auch glaubwürdig argumentieren.“

    naja, jeder ist seines glückes schmied…

    wichtig ist dabei, dass es die anderen sind…

    die über die glühenden kohlen laufen, die kartoffel aus dem feuer holen und das glühende eisen halten,

    während man selbst den vorschlaghammer beidhändig schwingt…

    es ist umgekehrt. wir brauchen zutiefst integre hochgebildete und moralische menschen, die uns anführen, weil sie an den erhalt unseres wertesystems GLAUBEN und danach HANDELN, anstatt aus angst das falsche zu tun duckmäusern…

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    • John Rawls wird oft als Feigenblatt für die Unabdingbarkeit einer erzwungenen Einwanderung herangezogen. Ausgerechnet ein Bill Clinton protzte gerne mit diesem Philosophen…

      Dabei wird gerne übersehen, dass Rawls u.a. auch feststellte:

      „Die Gerechtigkeit (?) ließe es nicht zu, daß der Verlust der Freiheit bei einigen durch ein größeres Wohl für andere wettgemacht wird.“
      – John Rawls: A Theory of Justice (1971),

      Du drückst das Dilemma weitaus verständlicher aus, indem du die fehlende, „moralische Integrität“ von Politikern ansprichst. Dabei verhindert ja unsere Gesellschaft geradezu mit ihren aufgesetzten, unnatürlichen „Moral“-Begriffen und der Lehre derselben diese Entwicklung. Wir erhalten angepaßte, paretohörige Systemlaffen, die zwar vorgeben „moralisch“ zu handeln, wobei diese Scheinmoral sich selbst ad absurdum führt und etwa einen Rawls, wie ehrenhaft seine Absichten auch gewesen sein möchten, als weltfremden Phantasten auf dem sozialsozialistischen (Danke, FS3!) Müllhaufen der Philosophiegeschichte enden lassen.

      Die Standard-Schreiberin ist derart verirrt in ihrer Geisterwelt, dass sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr erkennen kann und im Elysium ihrer gutbemenschten Liebenswürdigkeit der eigenen Selbstverachtung erliegt.

      Fredi

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      • Danke. Dazu ein Zitat, das dem FS3 gerade eingefallen ist:

        „Wenn sich irgendwelche Leute auf ‚Moral‘ berufen, haben sie meist keine“ (FS3)

        …oder anders formuliert, ist ‚Wohlverhalten‘ oft etwas, was diese Spezies von Moralisten immer gerne nur von anderen einfordern möchten, weil ihnen gerade die rationalen Argumente ausgegangen sind.

        Dazu fällt dem FS3 auch gleich ein gewisser Jeremy Bentham und ein Lord Shelburne ein. Danke für die Inspiration zu einer der nächsten Sendungen! Die haben nämlich DAZU geführt:

        ÜBER DIE SOLIDARITÄT …

        Schließen wir mit Kommentaren von Fr. Ebner-Eschenbach und Oscar Wild:

        „Es stände besser um die Welt, wenn die Mühe, die man sich gibt, die subtilsten Moralgesetze auszuklügeln, an die Ausübung der einfachsten gewendet würde.“

        „Moral ist weiter nichts als die Haltung, die wir Leuten gegenüber einnehmen, gegen die wir eine persönliche Abneigung haben.“

        Dem ist nichts weiter hinzuzufügen, außer nochmals Danke für eure Beiträge.
        FS3

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    • gar nicht so böse, der wolf:

      wenigstens ist der zu selbstreflektion fähig und erkennt die situation, wenn er auch auf keine lösung kommt…

      „Nun meine ich keineswegs, dass man dem nachgeben soll. Es gibt ein Menschenrecht darauf, für sein Geschlecht, seine sexuelle Orientierung und ethnische Herkunft nicht diskriminiert zu werden. Aber derartige Unterschiede zwischen den Werthaltungen etablierter Medien und Teilen der Bevölkerung produzieren eine gewisse Kluft – und möglicherweise auch eine Entfremdung.

      Ich weiß dafür keine Lösung, aber mich beschäftigt dieses Problem.“

      und ein stück weiter:

      „Der britische Autor David Goodhart sieht die wesentliche kulturelle Konfliktlinie unserer Gesellschaften ja zwischen jener Bevölkerungsgruppe, die er die Somewheres nennt und den Anywheres. Als Anywheres bezeichnet er Menschen mit Uni-Abschluss, urban, kosmopolitisch und mobil, die sehr viel Wert auf Autonomie und Offenheit legen. Die Somewheres sind Menschen, die an einem Ort verwurzelt sind, eine weniger gute Ausbildung haben und für die Sicherheit und Tradition wichtig sind. Das sind keineswegs nur Arbeiter, sondern auch Gewerbetreibende, Landwirte, Hausfrauen, Beamte.

      Die meisten Journalisten – jedenfalls in den großen, nationalen Medien, vielleicht weniger in den Lokalredaktionen – sind prototypische Anywheres. Aber ein Großteil unseres Publikums sind Somewheres.“

      aber dann kommt wieder das:

      „Aber es ist eine schwer bestreitbare Tatsache, dass zum Beispiel sehr wenige etablierte Leitartikler Donald Trump oder Marine Le Pen loben. Wenige Kommentatoren finden, dass der Brexit eine tolle Idee ist – oder dass die EU und der Euro grundsätzlich schlechte Ideen sind.

      Das ist nicht deshalb so, weil die Atlantik-Brücke die deutschen Redaktionen fernsteuern würde. Oder George Soros, die Bilderberger oder Frau Merkel. Das ist natürlich paranoider Quatsch.

      Aber es ist vielleicht auch deshalb so, weil viele führende Journalisten aus ähnlichen Milieus kommen, in denen Nationalismus – aus sehr guten historischen Gründen – nicht als sonderlich zukunftstaugliches Konzept gilt.“

      es könnte aber auch daran liegen, dass die fernsteuerung ganz einfach so funktioniert: be-richtet der journalo im sinne der msm-strippenzieher gibt es kohle, entschließt er sich das händchen, das ihn füttert zu beißen gibts zuerst schimpfer, dann muss man draußen schlafen und am schluss steht ein euthanasieprogramm…

      wie bei alexandra nachzulesen:
      https://alexandrabader.wordpress.com/2018/10/27/aserbaidschan-malta-und-das-gusenbauer-netzwerk/

      wolf weiter:

      „Nun gibt es in unserem Publikum aber Menschen – und zwar nicht wenige Menschen –, die so etwas nicht weiter stört, und die Donald Trump, LePen oder den Brexit gut finden und die EU oder den Euro schlecht. So wie sie auch schlecht finden, dass sie nicht mehr „Neger“ sagen sollen.

      Wie erreichen wir diese Menschen noch mit seriösen Medien?

      Früher hatten sie wenig Alternative, außer die BILD und den Stammtisch. Heute finden sie sich in riesigen Filterblasen und Echokammern aus Verschwörungs-Websites, Facebook-Propaganda und Wut-Blogs, in denen „Gutmensch“ ein Schimpfwort ist, eine demokratisch gewählte Kanzlerin als „Diktatorin“ denunziert wird und seriöse Medien – im besseren Fall – als „Lückenpresse“. Und wo Political Correctness als Codewort gilt für Zensur und „Meinungsterror“.

      Wie wir diesen Teil des Publikums nicht völlig verlieren – das halte ich für eine ganz elementare Frage an unsere Profession. Und es ist eine relativ neue Frage, die vor allem mit dem Verlust unserer Deutungshoheit durch das Netz zu tun hat.“

      zumindest haben ihn die zuckerbrot-und-peitsche-kontrollierenden dazu motiviert, dass er darüber nachdenkt mit welcher melodie er die ratten wieder einfängt

      denn ein rattenfänger, der keine ratten fängt, der ist in kürze brotlos…

      Gefällt 1 Person

      • „Seriös“ ist ein Euphemismus für angepaßt-eingetrichterte ‚Moral‘ (Siehe, unsere Unterhaltung über das Thema). Abgesehen von den interessanten Wertungen des Wolf im Schafspelz könnte es sein, dass auch er einen Aluhut trägt. Natürlich nicht außen, sondern inwendig in Form eines Zäpfchens, dessen Stanniolpapier wohl nicht entfernt wurde…

        „The lupus doth protest too much, methinks“

        FS3

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      • „Menschenrechte“
        Moralkeule und Knebelungsinstrument unserer abgerundet-globalen Welt.

        Sehen die Gläubigen denn nicht, dass dies eine Chimäre ist? Wenn es hart auf hart geht, gibt es nur mehr das Menschenrecht auf den Tod. Dafür gibt es „Ausnahmeverordnungen“ von Ausgangssperre bis zum Kriegsrecht.

        Wie funktioniert der Trick?
        Mit Hilfe von Minderheiten, die auf jeden Fall zu schützen sind. Menschenrechte = f ein kategorischer Imperativ. Die Minderheiten werden mit der Lupe gesucht,zumeist aber künstlich in den Fokus gestellt oder überhaupt erfunden.

        Je mehr „Minderheiten“ umso größer das Repertoire, die Freiheiten ALLER einzuschränken.

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