8UNG! … 27.8.


Bild (für größere Ansicht, bitte anklicken): NASA/JPL-Caltech/UCLA/MPS/DLR/IDA

Interessanter Tafelberg auf dem Kleinplaneten CERES entdeckt…
Die NASA Raumsonde „Dawn“ umkreist bereits seit März den größten Zwergplaneten im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter – CERES. Bei ihrer Ankunft photographierte das Raumfahrzeug auffällige, helle Strukturen auf dem Planetchen – welches etwa die Größe von Texas aufweist. Nun hat Dawn weitere, interessante Bilder zurück zur Erde geschickt. Unter ihnen ein Restberg mit hell reflektierenden, steilen Abhängen.

Wenn wir aber beim Mars vorbei schauen, erkennen wir ähnliche Formationen. Das Auffällige ist dabei, dass die Erhebung von einem Graben umgeben ist…

Restberg am Mars, Bild NASA/JPL/Malin Space Science Systems

…Diese Vertiefung ist die auffälligste Formation bei der Struktur! Wäre der Tafelberg nicht – würde das ganze vielleicht als „Krater“ gedeutet werden. Ein anderer, wesentlicher Aspekt sind die hellen Streifen von der Senke weg, hin zu den Hängen die als „Erosionsspuren“ gedeutet werden. Dies sind aber keineswegs die üblichen Spuren von wetterbedingter Abtragung – etwa durch Regenwasser.

– Wenn wir uns aber die Möglichkeiten einer elektrischen Entladung gegenüber der Oberfläche vergegenwärtigen, bekommen alle Beobachtungen plötzlich Sinn und werden leicht erklärbar! Wie in Laborversuchen nachgestellt werden kann, fräsen gegenläufigen Filamente der Plasmaentladung den Krater aus und können im Zentrum eine Erhebung freilassen. Die sekundären Stromkanäle der Koronarentladung ziehen Ladungsträger – und auch Oberflächenmaterial – hin zur Primärsäule der Entladung am oberen Rand des „Berges“, wo sich das elektrische Feld am stärksten auswirkt. Hier – bei diesem, weiteren Beispiel vom Mars – erkennen wir eine ähnliche Struktur in der Morphologie – deren mögliche Entstehung im Video zum Kometen 67P schön per Versuch demonstriert wird.

typischer Fulgurit, Bild Ken Smith

 Eine weiterere, interessante Beobachtung zu diesem Thema können wir in Form von Fulguriten auch auf der Erde finden. Diese bilden sich, wenn der Blitz einschlägt, wobei das Oberflächenmateriel entlang des Entladungskanals zu diesem hin angezogen, angehäuft und zu massiven Röhren verfestigt wird. Dies alles geschieht in Sekundenbruchteilen…

Wie können die Naturwissenschaften von Mythen profitieren?
Wir finden rund um unseren Globus diverse Mythen, die von ähnlichen Vorgängen berichten. Quer durch Zeitalter und Kulturen existieren Archetypen, die durch mündliche Überlieferungen über Generationen hinweg weiter gegeben wurden und – entsprechend den regionalen Glaubensgebäuden – verschiedenst ausgeschmückt wurden. Im Kern aber ähneln sich viele dieser Mythen. Es ist interessant, viele diese „Geschichten“ mit dem Augen eines aufgeschlossenen Wissensdurstigen zu sehen und sie mit unseren aktuellen Einsichten in die Natur zu interpretieren um aus ihnen mehr über unsere Welt zu lernen…

 

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3 Gedanken zu “8UNG! … 27.8.

    • 😉 Das gibts eh schon lange und ist gänzlich unverfänglich. 99,9% aller beobachtbaren Materie im Kosmos befindet sich im ionisierten Zustand! – Der Rest dieser MPI PR-Aussendung ist wissenschaftsferner Müll, unbelegbare Mutmaßungen oder einfach – für die Fisch.

      Oder, für die – bei Lachsblatt noch übriggebliebenen Bobos, die über das Alter des Universums ellenlange Diskussionen führen oder ihre ScFi-Videospiele mit Wissenschaft verwechseln…

      Konstruktive Kritik – wie etwa hier vom FS3 knapp vor seiner Postingsperre – gibt es praktisch nicht mehr.

      Alles wird nur noch – lachsglatt – der „Einheizmeinung“ untergeordnet.

      Gefällt 1 Person

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