IN GEDENKEN AN ERICH KÄSTNER…


 Bild@ HACK (Matt Buck)

Er brennt also wieder, respektive seine Bücher werden wieder „bereinigt“. Kein Wunder, denn es sind zeitlose Wahrheiten, die dieser Mann vor fast einem Jahrhundert niedergeschrieben hat. Und diese stören jedes, herrschende System, das auf totalitären Ideologien basiert. Dabei zeugt der Versuch, die Aussagen in seinem Schaffen als – wie etwa in diesem Fall als „frauenfeindlich“ – abzustempeln, viel eher von der Dummheit jener, die dies uns einzureden versuchen. 

Sogenannte Klassefrauen

Sind sie nicht pfuiteuflisch anzuschauen?
Plötzlich färben sich die Klassefrauen,
weil es Mode ist, die Nägel rot !
Wenn es Mode wird, sie abzukauen
oder mit dem Hammer blauzuhauen,
tun sie’s auch. und freuen sich halbtot.

Wenn es Mode wird, die Brust zu färben,
oder falls man die nicht hat, den Bauch . . .
Wenn es Mode wird, als Kind zu sterben
oder sich die Hände gelbzugerben,
bis sie Handschuhn ähneln, tun sie’s auch.

Wenn es Mode wird, sich schwarzzuschmieren . . .
Wenn verrückte Gänse in Paris
sich die Haut wie Chinakrepp plissieren . . .
Wenn es Mode wird, auf allen Vieren
durch die Stadt zu kriechen, machen sie’s.

Wenn es gälte, Volapük zu lernen
und die Nasenlöcher zuzunähn
und die Schädeldecke zu entfernen
und das Bein zu heben an Laternen,
morgen könnten wir’s bei ihnen sehn.
 
Denn sie fliegen wie mit Engelsflügeln
immer auf den ersten besten Mist.
Selbst das Schienbein würden sie sich bügeln !
Und sie sind auf keine Art zu zügeln,
wenn sie hören, daß was Mode ist.
 
Wenn’s doch Mode würde, zu verblöden !
Denn in dieser Hinsicht sind sie groß.
Wenn’s doch Mode würde, diesen Kröten
jede Öffnung einzeln zuzulöten !
Denn dann wären wir sie endlich los.

Wenn nun ein paar Matronen daherkommen und dieses wundervolle, unterhaltsame Gedicht wegen irgendwelcher neusprächlicher Ressentiments bekriteln, so bleibt zu vermuten, dass sie bereits jegliches, selbständige Empfinden an der Plasmagrenze ihres Seifenopernempfängers abgegeben haben. Sie sind gerade einmal erst bei der ersten Ebene des Denkens stecken geblieben und wollen ihren Stupor kaschieren. Das Problem scheint aber zur Zeit zu bestehen, dass gerade solche Individuuen in Positionen gehievt wurden, die es erlauben sollen uns Vorschriften zu machen.

Die Lösung dieses künstlich erschaffenen „Problems“ besteht letztendlich darin, ihre Marschbefehle zu ignorieren. Stell dir vor, es wird gegendert – aber keiner hält sich daran. Sprecht mit euren Kindern und erklärt ihnen die Versuche zur allgemeinen Volksverdummung durch die Schafe im Schildkrötpelz.

Alle Versuche dir von Staats wegen vorzuschreiben, wie du gefälligst zu denken hast, was du sagen darfst, oder wie du dich zu verhalten hast, lassen nur einen Schluss zu: Du sollst entmündigt werden…

Herzlichst,
euer FS3,
das andere Fern-Seh-Programm.
Denn Nach-Richten war gestern.
War on ‚error, Folge 2: „Ich bin neger“

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2 Gedanken zu “IN GEDENKEN AN ERICH KÄSTNER…

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