PUTIN GIBT CBS ANCHORMAN CHARLIE ROSE EINE LEHRSTUNDE …


Vergangenes Wochenende fand das dreitägige St. Petersburger Wirtschaftsforum (SPIEF) statt. Interessant – auch Premierminister Alexis Tsipras befand sich unter den geladenen Gästen, wobei der griechische Part am neuen Pipeline-Projekt vereinbart wurde. Aber auch aus Deutschland und Österreich waren Vertreter von E.ON und der OMV (Manfred Leitner) angereist. Mit letzterer wurde eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Gazprom beschlossen. All dies stößt den Kriegstreibern der Globalisten in Washington und Brüssel ziemlich sauer auf.

Wir erkennen das an der Berichterstattung der gleichgeschalteten, transatlantischen „Einheizmedien“, die einen der interessantesten Aspekte der Podiumsdiskussion vom 19.Juni völlig ausblendeten, beziehungsweise derart verzerrt „nach-richteten“, dass dem unbedarften Zuseher ein gänzlich verdrehtes Bild dessen, was wirklich vorgefallen war präsentiert wurde:

Präsident Putin meisterte in perfekter, staatsmännischer Manier das aufdringliche Verhalten jener Person, die eigentlich nur die Diskussion leiten und organisieren sollte, aber ihre Kompetenz bei weitem überschritt: Das CBS-Urgestein, Charlie Rose – einst Gewinner des EMMY-Awards 1987.

Statt sich auf die vorher angesprochenen, wirtschaftlichen Themen zu konzentrieren, fängt Rose unmittelbar nach Putins Rede an, ihn mit weltpolitischen Fragen zu bombardieren. Putin weist ihn zuerst auch darauf hin, gibt aber dann dem insistierenden, beinahe wie hypnotisiert wirkendem Rose schließlich nach. Kurzum – statt einer „Diskussion“ der Podiumsteilnehmer führt Rose ganz einfach ein fast einstündiges „Interview“ mit dem russischen Präsidenten:

Dies ist die Originalfassung, von der zur Zeit aber nur entsprechend, „vorteilhaft“ geschnittene Versionen in englischer Sprache existieren. Auf CBS wurde Roses „Attacke“ auf den russischen Präsidenten sogleich als „Exklusivinterview“ gespint, wobei manchmal der spontane Applaus auf Putins Antworten herausgeschnitten wurde – wohl aus Zeitgründen, oder wegen der „schlechten“ Tonqualität…

Bloomberg ging noch ein wenig weiter: Dort durfte Charlie Rose (natürlich sofort NACH seinem Aktivismus auf der Bühne – aus dem Foyer) in Großaufnahme ellenlang um den heissen Brei herumerklären, Tatsachen verdrehen und sich selbst gut darstellen – wobei wir von den tatsächlich vorgefallenen Ereignissen immer nur schweigende Bilder sehen dürfen – nie aber das „Interview“ selbst.

In den russischen Medien wurde dieser Vorfall ausführlichst diskutiert, während sich bei uns nichts BILDete oder widerSPIEGELte – keine WELT in unserer ZEIT! Putin zeigte Rose ein Lehrstück in gelebter Demokratie, indem er höflich aber bestimmt auf seine Fragen eingeht und mit humorvollen Bonmots Rose der Lächerlichkeit ob dessen abgehobener „Fragen“ vor dem Saalpublikum preisgibt. Diese danken es dem russischen Staatsmann mit Applaus nach jeder von ihm parierten Finte. Etwa zu Roses wiederholter Frage, wie er (Putin) Assad zum Abdanken bewegen könnte, antwortet der Judomeister schmunzelnd:

„Unser Moderator ist ein echter Amerikaner! Ich sagte, ohne externe Einmischung – und er fragt mich ob wir vorbereitet sind, Präsident Assad zum Abdanken zu bewegen? Das ist doch etwas, was nur die syrischen Bürger selbst machen können – wie kann jemand derart grundsätzliche Fragen nicht verstehen?“

Das FS3 sieht sich nicht unbedingt als „Putinversteher“, versucht aber den russischen Präsidenten verstehen zu lernen. Im Gegensatz zum Wendehals Obama ist dies auch ohne weiteres möglich. Was der andere Fern-Seher aber  nach dieser Podiums-„Diskussion“ verstanden hat ist, dass Herr Rose wohl nicht so schnell wieder eine Diskussion [Add.: siehe untenstehende Kommentar dazu!] in Petersburg leiten wird.

Herzlichst,
euer FS3,
das andere Fern-Seh-Programm.
Denn Nach-Richten war gestern.

War on ‘error, Folge 1917: “Ein Bengel von Charlie”

 …

NACHTRAG:
RT hat nun in zwei Videos dieses – recht unterberichtete – Ereignis auf Englisch veröffentlicht:

Putins Begrüssungsrede vor den Politikern, Wirtschaftsbossen und anderen, geladenen Gästen aus aller Welt:

Das nachfolgende „Interview“ mit „Diskussionsleiter“ Charlie Rose – oder – „Die Frage, die über eine Stunde andauerte“:

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3 Gedanken zu “PUTIN GIBT CBS ANCHORMAN CHARLIE ROSE EINE LEHRSTUNDE …

  1. Stell dir einmal vor, was geschehen wäre wenn ein russischer Moderator eine Diskussion mit Obama dazu benutzt hätte diesen Stunt durchzuführen! Abgesehen davon, dass es in Amerika von heute unmöglich ist, dass ein nicht 1000x gecheckter Konformist näher als 10 Meter an Obama herankommen kann! Wir haben ja bereits erlebt, wie bei Hillary und Obama etwa Zuschauer von den Sicherheitskräften aus dem Auditorium weggeschleppt wurden. Eine Frage: Da nicht anzunehmen ist, dass Rosen ganz ohne Hintergedanken bei einer derart bedeutsamen Veranstaltung sich derart produzieren darf – könnte es nicht sein, dass dies mit Putin genau so abgesprochen war?

    Großartige Beiträge! Weiter so! Daaaaanke!

    Gefällt 1 Person

    • Danke für die Blumen! 😉

      – Interessante Idee, aber nach der unmittelbaren Reaktion von Putin zu urteilen, denkt das FS3 eher an einen Akt der bewußten Provokation des russischen Präsidenten.

      Putin hatte zwei Möglichkeiten zu reagieren und er wählte den längeren Weg. Beobachte einmal das Publikum, wie erstaunt sie auf Roses unerwarteten Aktivismus reagierten! Eingeschlafen ist sicher niemand…

      Wenn es ein Provokationsversuch war, dann hat Putin den Spieß umgedreht, weshalb auch absolut nichts im atlantischem Pressedorf davon veröffentlicht wurde. Nur abgrundtief dumme Kommentare, die nichts mit den tatsächlichen Vorfällen bei der SPIEF 2015 am Hut hatten.

      Stell dir einmal die Reaktionen vor, wenn Putin – als Gastgeber hätte er das durchaus machen können – Rose ignoriert hätte und tatsächlich auf die erwartete Diskussion der da oben sitzenden Gäste bestanden hätte…

      FS3

      PS nach Durchsicht des gesamten Materials: Wenn das mit Putin so vereinbart war (und nun hält es das FS3 für durchaus möglich), dann Hut ab vor DIESEM Regisseur, der das so geplant und umgesetzt hat. 😉 Nach der Körpersprache der beiden zu urteilen, sind sie tatsächlich…

      …“Komplizen“ (im Geiste). Sie lehnen sich zueinander.

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