SANS DOUTE EST-CE LÀ UN RÉFLEXE PAVLOVIEN …


CH

DIE UNNAHBAREN 2: „Dürfen nicht verspottet werden!“

Ganz ohne Zweifel können wir die à la minute Reaktionen auf den gestrigen, grauenhaften Anschlag in Paris als „Pawlow’schen Reflex“ bezeichnen. Ein professionelles Killerkommando stürmt das Redaktionsgebäude der satirischen Zeitschrift CHARLIE HEBDO im Pariser Zentrum und erschießt 12 Angestellte, die gerade eine Redaktionskonferenz abhalten.

Wie bei derartigen Aktivitäten heutzutage beinahe schon üblich, wird sofort weithin kolportiert, dass die Angreifer laut „Allah Hu Akhbar!“ (Gott ist groß!) gerufen hätten. Sonst aber hatten sie in „perfektem Französisch“ um Einlaß gebeten. Praktischer Weise besaßen die Verbrecher auch die Höflichkeit ihre Visitkarten zu hinterlassen: Angeblich gehören sie der Alk-Aida-IsIs-oder jedenfalls irgendwas „Islamischem“ an.

Derartige Reizworte genügen heutzutage bereits, damit Max Mustermann sofort die auf Pawlow-Art eingelernten Schlußfolgerungen ziehen kann. Schlußfolgerungen, die nun auch in sämtlichen mit schlafwandlerischer Gewissheit auf dem linken Fuße folgenden Diskussionsrunden, ANALysen und Öggspörtenbe’ichten folgsamst bestätigt werden.

Um es mit den (leicht adaptierten) Worten Moise Moghrabis auszudrücken, der seines Zeichens den bewundernswerten Titel „Quebecer Menschenrechtsliga-Vorsitzender der Loge B’nai Brith in Kanada“ führen darf:

„…Dieses Verbrechen spielt dem bösartigen, substanzlosen und jahrzehntealten Stereotyp einer ‚muslimischen Verschwörung‘ zur Unterwanderung und Machtergreifung des Abendlandes in die Hände. Cartoonisten und Satiriker zu ermorden, dient ausschließlich dem Zweck, um gewünschte Ressentiments gegen Menschen muslimischen Glaubens zu generieren…“

Und der Herr Vorsitzende weiss wovon er sprach, als er 2010 eine Quebecer Zeitung aufforderte gefälligst jene Karikatur entfernen zu lassen, welche das Parlamentsgebäude in Ottawa mit einem Davidstern am Turm zeigte.

Oder haben wir schon die spanische Monarchenfamilie vergessen, als sie 2007 der Satirezeitschrift „EL JUEVES“ Verunglimpfung der Monarchie vorwarf, und den Zeichner Guillermo Torres, sowie den Texter Manel Fontedevila vor den Kadi zerren ließ? Dabei waren Prunz Felipe als Bienchen und Prynzessin Letizia als Blümchen wahrlich entzückend anzusehen! Doch in Spanien drohen für derartige schlüpfrige Späßchen bis zu zwei Jahre Haft.

F+L „Stelle Dir vor, Du wirst schwanger. Es wäre das erste Mal in meinem Leben, dass ich etwas getan hätte, das Arbeit ähnelt!“

Humor ist Zeichen von Kultur, und wenn man über sich selbst lachen kann, zeugt das von wahrer Größe. Aber wie das so ist, wenn die Sonne der Kultur wieder einmal sehr niedrig steht, und sich selbst die Zwerge dazu bemüßigt fühlen große Schatten werfen zu müssen. Und dann beschweren sie sich auch noch über den Sonnenstand.

Wie gesagt, werden solche Ereignisse den Max Mustermännern dieser Welt gerne unter einem anderen Etikett verkauft, weil sie oft einem Zweck dienen sollen, der unserem lieben Max auf den ersten Blick nicht auffallen darf.

So schimpfte unser lieber Max auch folgsamst über „Die Linken“ als 1980 in Bologna der Hauptbahnhof in die Luft flog, 85 Menschen starben und die „Roten Brigaden“ dieses abscheulichen Verbrechens bezichtigt wurden. Es ist offenbar in Zeiten wie diesen noch immer verpönt, die wahren Drahtzieher von damals beim Namen zu nennen, weshalb das FS3 in Gedenken an die Toten nur 2P-Gladiolen spendet. Diese Blumen stehen für Charakterstärke, Kraft und Liebe oder in manchen Fällen auch für unangenehm empfundenen Stolz.

Auf Stolz folgt gerne Größenwahn. Dabei fällt uns auch gleich ein gewisser Daniel Pipes („Clash of Civilizations„) ein – seines Zeichens Chefideologe der ‚Neoconnonisten‘ – und sein Verhältnis zur dänischen JLLANDS-POSTEN, die 2006 durch den Karikaturenskandal in aller Welt Aufmerksamkeit gelangte. Was aber kaum jemand mitbekommen durfte, war die Kampagne hinter der sinistren Aktion: JP-Kulturredakteur Flemming Rose und Danny Pipes spielten fürs gleiche Team! Die Mohamed-Karikaturen waren ja bereits im Sommer 2005 veröffentlicht worden – aber kein Hund scherte sich um sie. Danny ließ also sein internationales Netzwerk spielen und die „muslimische“ Pruderschaft konnte schließlich Veröffentlichungen in „arabischen“ Zeitungen erreichen, samt dem Erwecken einer Gefolgschaft von klerikalen Hofpredigern, die über ein halbes Jahr lang versuchten mit der JP zu einer einvernehmlichen Einigung zu gelangen. Dort lachte man nur über die hilflosen Versuche dieser PR-Hascherln und goß noch mehr Öl ins Feuer. Hilfreich dürfte dabei auch Merete Eldrup gewesen sein (managing Directrice des Herausgebers -JP/Politikens Hus), deren Ehemann Anders Eldrup ein regelmäßiger Bilderbergbesucher war. Eine gute Ausgangsbasis für den gewünscht-geplanten „Zusammenprall der Kulturen“ auf dem Schlachtfeld Europa! Pipes wollte damals übrigens zu diesen im Raum schwebenden Vermutungen partout keine Stellungnahme abgeben: „no comment!“ Rose selbst sprach folgende, kryptische Sätze, die ein jeder verstehen mag wie er will: „This is a far bigger story than just the question of 12 cartoons in a small Danish newspaper.“

Und die gestrigen Toten in Paris sind wohl genau so Opfer einer weitaus umfassenderen Planes als künstlich generierte Aufreger wegen irgendwelcher Karikaturen. Frankreich hatte gerade Isreal bei der UNO düpiert. Isreals Regime war „not amused“. Und Anfang Dezember hatte das französische Parlament Partei für die Palästinenser ergriffen. Isreals Regime war „not amused“. Ja – und Hollande dachte vor einem Tag noch laut darüber nach, die Sanktionen gegen Russland „aufzuheben“.

Die Killer waren militärisch gedrillte Profis, vermummt und verwendeten Kalaschnikows ähnlich wie beim Überfall auf einen Saudischen Prinzen beim Flughafen Le Bourget am 17.8.2012, wo „sensitive Botschafts-Dokumente“ entwendet worden waren. Dort hat man die Täter nie gefaßt. In diesem Falle – obwohl die Männer beim Anschlag ja vermummt waren – hat die französische Polizei „die drei Verdächtigen“ aber sofort identifiziert. Der Jüngste hat sich gerade in Charleville-Mézières der Polizei gestellt, während das Brüderpaar noch flüchtig ist. Sie sollen Franzosen mit „algerischen Wurzeln“ sein. Wie auch der Hauptdarsteller am Cover der jüngsten Ausgabe des Charlie Hebdo, Michel Houellebecq als Zauberer und Wahrsager, der in seinem neuesten Roman „Unterwerfung“ für 2022 einen „muslimischen“ Präsidenten in Frankreich weissagt… Aufregung garantiert – der „Zusammenprall der Kulturen“ wird weiter forciert!

Herzlichst,
euer FS3,
das andere Fern-Seh-Programm.
Denn Nach-Richten war gestern

War on ‘error, Folge 6908: “Wenn is-lahm draufsteht, ist sicher Islam drinnen.”

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2 Gedanken zu “SANS DOUTE EST-CE LÀ UN RÉFLEXE PAVLOVIEN …

  1. Danke. Es verhält sich wie folgt – ganz nach dem Drehbuch der „Strategie der Spannungserhöhung“: Den Bürgern wird eine immer schlimmer werdende „Bedrohung“ suggeriert, wobei diese aber nicht die vorgegaukelten Morde und Übergriffe von künstlich erschaffenen Minderheiten sind (wie uns regelmäßig von den Medien eingeredet wird), sondern eigentlich jene POLITIK, die von den führenden, EIGENEN Politkern exekutiert werden MUSS:

    Verstärkte, aufgezwungene Einwanderung. Parallel dazu die fortwährende Enteignung an echten Werten und Umverteilung, abzüglich 90% Manipulationsgebühren.

    Entweder ist diese TATSACHE den Staatsangestellten egal, da sie sowieso irgendwann aus der Politik ausscheiden werden und dann glauben „oben“ mitschwimmen zu dürfen, sie sind zu unbedarft diese Perfidie in ihrer Gesamtheit zu begreifen oder sie werden zur Exekutierung dieser Vorgangsweise ganz einfach erpreßt.

    Es wird also oben gegen unten AUSGESPIELT, wobei der Bürger dem vertikalen Druck von oben (Steuern, abstruse Gesetzesflut, beinahe schon perverse Überwachung, …) ausgesetzt wird – sowie er horizontal durch die – kulturell und gesellschaftlich – für ihn größtenteils unverständliche Unterwanderung seiner gewohnten Umgebung beraubt wird.

    So wird die Kluft zwischen den „elitären“ 1% und den 99% weiter vergrößert, was über kurz oder lang zur Eskalation (im Kampf der 99% untereinander) führen soll – wenn es nach den Vorstellungen dieser selbsternannten Welten-„Lenker“ geht. Die Staatsmacht, die inzwischen fast ausschließlich nur noch den 1% dient, ufert über, die Administration frißt sich selbst auf – bis dann eben irgendso ein neuer Heilsbringer aus den Reihen der 1% auf den Plan tritt und bloß VERSPRICHT die Wogen wieder zu glätten.

    Yes we can. Wir schaffen das!

    Der Bürger, der dann froh sein wird, wieder seine Ruhe zu haben – wird jubelnd der Abschaffung aller seiner erworbenen Rechte zustimmen und diesem neuen „Führer“ zujubeln…

    FS3

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