MY GENERATION…


Meine Generation

Lyrics by Omar Musa, translated by FS3

Meine Generation saß am Rande des Ozeans,
wartend auf die Flut damit sie etwas anschwemmt.

Meine Generation
mit Schnapsdrosseln, Pillenhändlern und rüden Clowns besiedelt.
Die Tagesdecken befleckt mit Neonträumen von Kokaindämonen,
Ich meinte diese
in Diamanten ersoffenen Visionen jener Betthäschen
die Kugeln, Glitter und Chanel schwitzen.
Ich meine diejenigen,
die in Schulden leben und aufgesprayte Bräune aus Dosen kaufen.

Ich meine jene,
die vom College fliegen, um sich dann Collagene spritzen zu lassen,
in der Hoffnung, mit ihren Pop-Krägen solche Y-Gen-Männer zu angeln,
die mit nachgeahmten Tattoos, lukrativen Fußballverträgen und kantigen Kiefern
nur mehr darauf warten mit ihren Amphetaminpferden und roten Porsches
in jenen Clubs einzureiten, deren Ablaufdatum gerade erreicht wurde.
Ungefähr.
JETZT.

Meine Generation
suchte Trost in falschen Propheten, die „Change“ versprachen
aber nur noch mehr von demselben taten
deren Ideologien von Optimismus
als Kühlschrankmagnete und Stoßstangenaufkleber endeten-
YES WE CAN!

Ja, wir wurden Zeugen,
wie Minister hingeschlachtet wurden.
Vertuschte Coups aus den Hallen des Parlaments –
Kopfe rollten über schlechte Umfragen, Zungen die lallten, Trommeln die grollten
und Zeitungen, welche harmonisch in das Heulen der Wölfe einstimmten.
Neue Könige und Königinnen lächelten für die Augen der allsehenden Kameras,
die niemals blinzeln und noch weniger weichen.
Frisch gesalbte „Führer“ mit polierten Zähnen und langen Messern –
Sie lächeln,
aber tief in ihrem Inneren wissen sie, dass
die Guillotine auch auf sie schon wartet.

Meine Generation
blühend von dem Blut von Künstlern,
die ihre Post in Flaschen schickten,
und letztendlich an gebleichten Korallenriffen hängen blieben.
Und die Menschheit verkam zum Relikt, nur noch darauf wartetend
von einer anderen Art von Menschen ausgegraben und wiederentdeckt zu werden.
Während die konservativen Hüter des Landes
in den Massivbau-Pansenmägen ihrer gediegen eingerichteten Wohnungen schwitzten,
nippten linke Aktivisten Rotwein süffisant aus edlen Gläsern
und parlierten von Reformen.

Meine Generation
mit heißem, vordergründigen Sex zu Hintergrundmusik.
Wir machten automatisch abgestimmte Liebe und Männer lernten
Sex zu haben laut dem Lehrplan rosagepixelter Pornostarmösen,
Doppel-D Titten und digitaler Schwänze.

Wir liebten uns zwischen Ölpest und Massaker,
tanzten Tango zwischen Schlagzeilen der Geschichte,
eilig eingezwängt zwischen übereilter Liebe, Morden,
Entwürfen kühlen Weins, höllischer Salinen kräuselnd,
und tanzend Luftspiegelungen, die nur kurze Freude brachten
in unsere ausdörrten Herzen.

Meine Generation hat nie aufgehört Kinder zu sein.

Wir wurden müde, aber niemals klüger,
wir wurden älter, wuchsen aber nicht.
Und unser einziger Besitz waren unsere geflügelten Vorstellungen,
sitzend am Rande des Ozeans,
wartend auf die Flut damit sie etwas anschwemmt.

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